Das ist Deutschlands neuer höchster Richter









Nach zwölf Jahren verlässt Andreas Voßkuhle das Bundesverfassungsgericht. Sein Nachfolger Stephan Harbarth war zuvor erfolgreicher Wirtschaftsanwalt und Berufspolitiker – beides sorgt für Kritik.

Der Hobbykoch Andreas Voßkuhle kennt sich aus mit Rezepten. Auch für die eklatante Vertrauenskrise in der Europäischen Union hat er eines parat, es besteht aus drei Zutaten: Die Bürger müssten wieder das Gefühl bekommen, dass – erstens – die Regeln in der EU eingehalten werden und – zweitens – sie europäische Politik auch beeinflussen können; drittens müsse es auf europäischer Ebene mehr „Checks und Balances“ geben.

So aktuell die Worte klingen, so sehr sind sie ein Zeichen von Beständigkeit. Diesen Dreiklang hat Andreas Voßkuhle schon 2012 vor großem Publikum auf dem Deutschen Juristentag präsentiert. Die Krise der EU war damals dem heutigen Zustand allerdings ungleich: Man steckte mitten in einem Schuldendebakel; die Euro-Staaten verhandelten über das richtige Maß an Solidarität und Disziplin. Voßkuhle war damals gerade einmal zwei Jahre Präsident des Bundesverfassungsgerichts.

Reproduktion: Frankfurter Allgemeine

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